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Erste Hilfe am Führhund

Es war der 10. Oktober 2015! Welthundetag! Sonniges, aber kaltes Wetter.

Kein Tag wie jeder andere! Die A 40 war am Kreuz Duisburg-Kaiserberg wegen Bauarbeiten gesperrt. Züge zwischen Duisburg und Essen fuhren wegen eines Stellwerkbrandes in Mülheim nicht. Andere Bahnen fuhren aus gleichem Grund erst gar nicht bis Essen. Und doch folgten alle Fachgruppenmitglieder der Führhundhalter, die sich für einen Erste Hilfe Kurs am Führhund angemeldet hatten, der Einladung.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Essen bietet zwar seit einiger Zeit in loser Reihenfolge Erste Hilfe Kurse am Hund an, aber noch nie wurde dieser Kurs bis jetzt für Führhundhalter angeboten. Herr Thorsten Jung, Geschäftsführer des ASB, sagte dann auch sofort zu, einen solchen Kurs für unsere Fachgruppe anzubieten. Frau Anja Muhs, die erst seit September beim ASB angestellt ist, überschlug sich dann förmlich, als sie dann für den 10. Oktober diesen Kurs auf die Beine stellte. Sie persönlich holte die Referentin Andrea Hellmann morgens in Siegen ab und brachte sie nach diesem Kurs auch wieder nach Hause. (An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal sehr herzlich für Ihren persönlichen Einsatz, Frau Muhs!)

Natürlich bedanke ich mich auch bei Frau Hellmann, die ihrerseits eingesprungen ist, da der Leiter der Rettungshundestaffel aus Essen gerade an diesem Termin Urlaub hatte. Sie kam eigens mit ihrem Besucherhund aus Siegen angereist.

Nun waren also 15 Gespanne mit ihren Begleitungen angereist, um einen Erste Hilfe Kurs mitzumachen. Uns stand ein großer Raum zur Verfügung, in dem wir alle in einem Kreis sitzen konnten. So konnte jeder gut dem Vortrag lauschen und auch die Verbände am eigenen Hund üben. Zusätzlich hatte Frau Hellmann auch Dummies mitgebracht, an denen jeder die Wiederbeatmung, Pulskontrolle usw. üben konnte. Pinoccio, der Besucherhund, war es gewohnt, dass alle bei ihm den Puls fühlen konnten. Hier konnte auch die geeignete Druckstelle für die Herzmassage gesucht werden.

Es wurde nicht nur gelernt, sondern es gab auch Spaß und Gelegenheit zur Kontaktaufnahme untereinander.

Ich persönlich habe mich sehr gefreut, dass sich an diesem Tag viele Führhundhalter getroffen haben, die sich vorher nicht gekannt haben. Auch eine schöne Gelegenheit, Freundschaften zu knüpfen!

Mittags konnte dann Pizza bestellt werden. Getränke stellte der ASB zur Verfügung. Hier fand ich es toll, dass Frau Aha, Begleitung unseres Fachgruppenmitglieds, bereit war, eine Liste zu erstellen und das Geld einzusammeln. Vielen lieben Dank!

Überhaupt fand ich es wieder toll, dass viele der Begleitungen auch, wie schon auf vielen Veranstaltungen, bereit waren, zu helfen und mit anzufassen! Dies führt immer wieder zu einem guten Gelingen!

Mit Spaß waren alle Mitglieder dabei und ab und zu schauten auch die Rettungsdienstler in den Veranstaltungsraum, da sie noch nie einen Kurs mit so vielen Hunden gesehen hatten! (Normalerweise nehmen an den Erste Hilfe Kursen am Hund die Hunde nicht mit teil!) Die Hunde waren allesamt gut verträglich und recht still und unauffällig. Lediglich zwei kleine Welpen hörte man am Anfang. Aber für so viele Hunde war es schon schön leise!

Frau Hellmann hatte sich gut auf die blinden Zuhörer eingestellt und so verflogen die Stunden im Nu, und mancher war erstaunt, als die Zeit vorbei war!

Gut gelaunt und mit vielen Tipps versehen stellten sich dann alle für ein Gruppenfoto auf, bevor sie nach Hause fuhren.

Manch einer wird wohl in der nächsten Zeit wieder einmal diesen Kurs auffrischen wollen.

Da ich keine negativen Anmerkungen erhalten habe, werde ich versuchen, nächstes oder übernächstes Jahr wieder einen solchen Kurs anzubieten, natürlich in der Hoffnung, dass wir dieses Wissen nie (!!!) anwenden müssen!

(Vera Giesen)

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